{"id":3712,"date":"2025-10-30T14:29:27","date_gmt":"2025-10-30T13:29:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.awo-rhein-oberberg.de\/wir-ueber-uns-ortsvereine-ortsverein-engelskirchen-overath\/?p=3712"},"modified":"2025-10-30T14:29:29","modified_gmt":"2025-10-30T13:29:29","slug":"ein-ausflug-in-die-vulkaneifel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.awo-rhein-oberberg.de\/wir-ueber-uns-ortsvereine-ortsverein-engelskirchen-overath\/blog\/2025\/10\/30\/ein-ausflug-in-die-vulkaneifel\/","title":{"rendered":"Ein Ausflug in die Vulkaneifel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dunkel war\u2019s noch, und leider schien auch nicht der Mond, als wir, die Reisegruppe des AWO-Ortsverbandes Engelskirchen, am Samstag 11. Oktober 2025 unsere Tagesfahrt in die Vulkaneifel antraten. Auch wenn es bei Temperaturen um die 15 Grad und anfangs leichtem Nieselregen noch nicht so recht nach einer angenehmen Reise ausschaute, freuten sich die 51 Fahrg\u00e4ste, dass sie &#8211; wie immer beginnend in Wiehlm\u00fcnden &#8211;\u00a0 nach und nach auch an den Haltestellen in R\u00fcnderoth, Hardt, Engelskirchen und Loope aufgesammelt wurden und im vertrauten und gem\u00fctlich warmem Doppeldecker-Bus der Firma Schinker Platz nehmen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich k\u00f6nnte man ja meinen, dass die meisten Damen (und Herren) sich alle mehr oder weniger gut kennen, sich ja auch oft sehen und miteinander austauschen. Dennoch ist es immer wieder erstaunlich, wie intensiv die \u00fcblichen Gespr\u00e4che schon unmittelbar nach der Abfahrt losgehen und was man sich alles zu erz\u00e4hlen hat!? Dieses Gespr\u00e4chsdurcheinander musste auch nur kurz unterbrochen werden, um aus einer Speisekarte die verschiedenen Essensw\u00fcnsche zum Mittagessen zu ermitteln.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine Fahrt mit dem Vulkan-Express<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Weg zu unserem erster Tagespunkt \u2013 einer Fahrt mit dem <a href=\"https:\/\/www.vulkan-express.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.vulkan-express.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vulkan-Express<\/a> &#8211; nahmen wir unterwegs in Wei\u00dfenthurm unseren Reiseleiter Alfred auf und fuhren nach Brohl-L\u00fctzing. Von hier aus gings mit der Brohltalbahn, einer der wenigen noch existierenden Schmalspurbahnen Deutschlands, hinauf bis zum Endpunkt in Engeln. \u00a0Nat\u00fcrlich w\u00e4re die Fahrt mit einer Dampflokomotive romantischer gewesen, aber auch das gem\u00e4chliche Dahintuckern mit der Diesellok lie\u00df uns die Landschaft, deren Besonderheiten uns vom Reisef\u00fchrer erl\u00e4utert wurden, genie\u00dfen. Und weil auch das Wetter ein Einsehen hatte und uns noch einen trockenen und halbwegs warmen Tag bescherte, stand einer weiteren erlebnisreichen Reise nichts mehr im Wege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass Busfahrer Martin die Bahnfahrt leider nicht mitmachen konnte, lag aber nicht (wie er meinte) an einer angeblichen \u201eBahnallergie\u201c, sondern daran, dass er den Bus zum Endpunkt der Bahnfahrt bringen musste. Erneut ins Schmunzeln kamen die Teilnehmer der Reise, als der Schaffner uns vor der Fahrt durch einen Tunnel darauf aufmerksam machte, dass es in den alten Waggons keine Beleuchtung g\u00e4be und der Tunnel somit etwas f\u00fcr \u201eSchnellentschlossene\u201c sei! Was er damit wohl gemeint haben k\u00f6nnte??<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Abbau von Gestein<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der folgenden Busfahrt erl\u00e4uterte uns der Reisef\u00fchrer anhand vieler \u00f6rtlicher Beispiele anhand der Abbaugebiete von Basalt, Bims und Tuffstein die auch heute noch wichtige Bedeutung der geologischen Geschichte dieser Landschaft und warum man sie deswegen eben als Vulkaneifel bezeichnet. Denn nicht nur f\u00fcr den Bau vieler Schl\u00f6sser, Burgen, Kirchen, Stadtmauern, Uferbefestigungen etc. sondern auch f\u00fcr den ganz normalen Hausbau wurden und werden die Baustoffe aus der Region auch heute noch vielfach nachgefragt und eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Mittagessen im Alten Brauhaus in M\u00fclheim-K\u00e4rlich waren viele Teilnehmer dann gefordert, sich zu erinnern, welches Men\u00fc sie bestellt hatten! Das f\u00fchrte dann doch zu etwas Konfusion: Als die Bedienung kam und ein Schnitzel ausrief, war zun\u00e4chst f\u00fcr einige hungrige Teilnehmer nicht klar, welches der vier Schnitzelvarianten gemeint war: das mit Champignons, das mit Paprika, das mit Bratkartoffeln oder das Wienerschnitzel? Nach etwas R\u00e4tselraten hatten dann alle ihre reichlichen und gut schmeckenden Essensportionen verzehrt und wir nahmen wieder im Bus Platz, um nach Andernach zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wissenswertes \u00fcber Andernach<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Reisef\u00fchrer schilderte uns auf dem Weg vom Busparkplatz zur Innenstadt die abwechslungsreiche Geschichte der Stadt <a href=\"https:\/\/www.andernach-tourismus.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.andernach-tourismus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Andernach<\/a>. Jede Epoche hatte ihre turbulenten und prosperierenden Phasen. Eine keltische Siedlung wurde von den R\u00f6mern erobert, als Milit\u00e4rlager ausgebaut und schlie\u00dflich zur Stadt erweitert. Schon seit r\u00f6mischer Zeit wurden von Andernach aus Basalt und andere Steinarten \u00fcber den Rhein abw\u00e4rts nach Bonn, K\u00f6ln, Neuss, Xanten bis nach Holland verschifft. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und obwohl die Stadt im Mittelalter in mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen als Enklave des K\u00f6lner Erzstiftes umgeben vom Gebiet des Trierer Erzbistums verwickelt war, konnte sie sich aufgrund ihrer g\u00fcnstigen Lage zu einer bedeutenden Stadt am Rhein entwickeln bis dass die Franzosen sie 1689 eroberten und weitgehend zerst\u00f6rten. Es dauerte lang, bis dass sich die Stadt von der Verarmung erholen konnte und erst zur Mitte des 19. Jahrhinderts nach dem Anschluss ans Bahnnetz wieder wirtschaftlich wuchs. Heute bildet Andernach als gro\u00dfe kreisangeh\u00f6rige Stadt ein wirtschaftliches und touristisches Mittelzentrum im n\u00f6rdlichen Rheinland-Pfalz.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Geysir von Andernach<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcberhinaus versorgte uns Reisef\u00fchrer Alfred mit weiteren interessanten Informationen zu Andernach: Bekannt wurde Andernach nach dem Krieg auch als \u201eWiege der Bundeswehr\u201c, da hier in der Krahnenberg-Kaserne der erste Aufstellungsappel der neuen Streitkr\u00e4fte stattfand. Unter dem Namen <a href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/organisation\/cyber-und-informationsraum\/radio-andernach-bwtv\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/organisation\/cyber-und-informationsraum\/radio-andernach-bwtv\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eRadio Andernach\u201c<\/a> betreibt die Bundeswehr aus einen Kurzwellensender zur Truppenbetreuung der Soldaten rund um den Erdball.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ihr innovatives urbanes Gartenbaukonzept <a href=\"https:\/\/www.andernach.de\/stadt\/essbare-stadt\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.andernach.de\/stadt\/essbare-stadt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eEssbare Stadt\u201c<\/a> erhielt Andernach mehrere Auszeichnungen. Auf vielen Fl\u00e4chen der Innenstadt wurden Gem\u00fcse-, Obst- und Getreidepflanzen angebaut, deren Ertr\u00e4ge von der Bev\u00f6lkerung frei geerntet werden d\u00fcrfen. Im n\u00f6rdlich gelegenen Stadtteil Namedy l\u00e4sst sich <a href=\"https:\/\/www.geysir-andernach.de\/kaltwassergeysir\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.geysir-andernach.de\/kaltwassergeysir\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">der h\u00f6chste Kaltwassergeysir der Erde<\/a> bewundern. Etwa alle zwei Stunden sprudelt der Geysir, angetrieben von nat\u00fcrlichem Kohlendioxid, f\u00fcr etwa 15 Minuten seine Font\u00e4ne bis zu 60 Metern H\u00f6he. Ein faszinierendes Schauspiel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erm\u00fcdet von diesen reichhaltigen Tageserlebnissen traten wir dann die Heimreise an verbunden mit einem ganz herzlichen Dank f\u00fcr die hervorragende Organisation von Hans Henkel und an unseren sicheren und stets freundlichen Chauffeur Martin Hammacher. Wir werden noch lange in den Erinnerungen schwelgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Text und Foto: \u00a9 Josef Hess\u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dunkel war\u2019s noch, und leider schien auch nicht der Mond, als wir, die Reisegruppe des AWO-Ortsverbandes Engelskirchen, am Samstag 11. Oktober 2025 unsere Tagesfahrt in die Vulkaneifel antraten. 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