In allen Lebenslagen und in jedem Alter: „In unserer Gemeinde setzt sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO) für alle Menschen ein, die Betreuung, Pflege oder Beratung brauchen“, betonte Engelskirchens stellvertretende Bürgermeisterin Monika Güdelhöfer beim 80. Geburtstag des AWO Ortsvereins Engelskirchen-Overath. Daher sei die AWO aus dem Ortsbild nicht mehr wegzudenken, ergänzte sie bei der Jubiläumsfeier im Otto Jeschkeit-Altenzentrum in Ründeroth. „Unsere heutige Gesellschaft braucht vor allem Ehrenamtliche wie Sie aus dem Ortsverein, die sich unermüdlich für andere engagieren“, betonte sie.
Für ihre Mitmenschen zu sorgen, das war auch Ziel des 1946 in Engelskirchen gegründeten AWO Ortsvereins. Im Vorstand wirkten damals Hilde Oberbüscher und Josef Esser. „Wir blicken mit Ehrfurcht zurück auf das, was unsere Vorgängerinnen und Vorgänger geleistet haben“; sagte Peter Ruland bei der Feier. Der Engelskirchener ist nicht nur bei der AWO, sondern ebenso in der Historik engagiert. Bei seinem Rückblick ließ er die wichtigsten Stationen des Ortsvereins Revue passieren. „Vertrieben, hungrig, verwaist, verletzt, obdachlos und ohne Besitz“, so beschrieb er den Zustand des größten Teils der damaligen oberbergischen Bevölkerung.
Nahrung und Brennstoff für die leidende Bevölkerung
Die Ehrenamtlichen des AWO-Ortsvereins halfen: Sie verteilten Lebensmittel und Brennstoffe, sorgten für Möbel und Familienzusammenführungen. Sie berieten die Menschen und standen ihnen zur Seite. Peter Ruland erinnerte daran, dass die AWO als einzige Hilfsorganisation von den Nationalsozialisten aller finanziellen und materiellen Besitztümer enteignet worden war. „Da die Rückgabe durch staatliche Stellen nach dem Krieg nur langsam vorankam, gab es auch in Engelskirchen Haus- und Straßensammlungen“, informierte er.
Bis in die 80-er Jahre organsierte der Ortsverein regelmäßig Ferienmaßnahmen für bis zu 100 Kinder. Begleitet wurden die Reisen meist von Beate und Peter Ruland sowie Hilde Oberbüscher. Seit mehr als 40 Jahren betreibt der AWO-Ortsverein den Secondhand-Laden „Fundgrube“ in Engelskirchen. Deren Waren sind erschwinglich für alle Menschen, der Erlös wird gespendet. „Er geht an unsere Patenkinder, nämlich an die drei Ründerother AWO Einrichtungen Otto Jeschkeit-Altenzentrum, Familienzentrum Antonie-Pfülf und Jugendzentrum Aggerstrand“, berichtete Ortsvereinsvorsitzende Beate Ruland. Der Ortsverein fusionierte 2008 mit dem AWO-Ortsverein aus Overath. Er bietet derzeit auch Kunstgruppen, Seniorenreisen und Spielnachmittage an.
Ehrungen für die langjährige und engagierte Mitgliedschaft
Für ihr langjähriges Engagement im Ortsverein Engelskirchen-Overath der Arbeiterwohlfahrt wurden bei der Jahreshauptversammlung vor der Jubiläumsfeier einige Mitglieder ausgezeichnet. Für seine 50-jährige Mitgliedschaft wurde Peter Ruland geehrt, für 40 Jahre waren es Edeltraud Kaltenbach, Helga Röttel, Gerhard Zorn, für 30 Jahre im Ortsverein wurde Edith Jonen geehrt und für 25 Jahre waren es Sabine Fleischer, Christel Bauer, Stefan Bosbach und Horst Oberbüscher.
Bild oben: Die anwesenden Jubilarinnen und Jubilare erhielten ihre Ehrung aus der Hand des Präsidiumsvorsitzenden des Kreisverbands Ralph Kühr und der Ortsvereinsvorsitzenden Beate Ruland. Von links nach rechts: Hans Henkel (stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender), Sabine Fleischer, Edith Jonen, Horst Oberbüscher, Peter Ruland, Edeltraud Kaltenbach, Beate Ruland sowie Ralph Kühr und Gabriele Grüner vom Präsidialausschuss des AWO Kreisverbands.
Glückwünsche überbrachten die Vorständinnen vom AWO Kreisverband
Die Arbeiterwohlfahrt ist unter den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege aufgrund ihrer Geschichte und ihres gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses ein Wohlfahrtsverband mit besonderer Prägung. In ihr haben sich Frauen, Männer und junge Menschen als Mitglieder und ehren- und hauptamtlich Tätige zusammengefunden, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken. Die Arbeiterwohlfahrt ist im Oberbergischen und im Rheinisch-Bergischen Kreis auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Beratungs- und Betreuungsarbeit in vielen sozialen Bereichen sowie in der Seniorenarbeit tätig.
Der Vorstand der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Kreisverband Rhein-Oberberg trägt die Verantwortung für die strategische Ausrichtung und die langfristige Entwicklung der Organisation.
Die Verbandsethik der Arbeiterwohlfahrt (AWO) basiert auf den grundlegenden Werten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Die AWO verpflichtet sich dazu, soziale Ungerechtigkeit zu bekämpfen und die Lebensbedingungen benachteiligter Menschen zu verbessern. Dabei steht die Wahrung der Menschenwürde im Mittelpunkt ihres Handelns. Die AWO setzt sich für eine inklusive Gesellschaft ein, in der jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung gleiche Chancen hat.
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Ehrenamt
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Die Kinderschutzfachkraft (insoweit erfahrene Fachkraft) steht den Mitarbeiter*innen des AWO-Kreisverbands Rhein-Oberberg vielfach zur Seite. Zu ihren Hauptaufgaben zählen die Prozessbegleitung als Beraterin in Fällen von Kindeswohlgefährdung sowie die Ausgestaltung von Schulungen und Fortbildungen zum Thema des Kindeschutzes.
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Die AWO Jugendberatung mit Sitz in Bergisch Gladbach berät junge Menschen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, deren Integration in die Arbeitswelt gefährdet ist.
Jugendsozialarbeit und Jugendberufshilfe bei der Arbeiterwohlfahrt
Die Jugendsozialarbeit und Jugendberufshilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) richtet sich an junge Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden und Unterstützung benötigen. Ziel ist es, diesen Jugendlichen Perspektiven zu eröffnen, ihre sozialen Kompetenzen zu fördern und ihnen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern. Durch individuelle Beratung, Betreuung und verschiedene Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen hilft die AWO jungen Menschen dabei, ihre Potenziale zu entfalten und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.
Das Herz ist uns ein Symbol für Menschlichkeit. Es bedeutet gleichzeitig Wärme, Vertrauen und Geborgenheit. Nach einem ereignisreichen Leben finden die Bewohner in der Atmosphäre des Otto-Jeschkeit-Altenzentrums ein echtes „Zuhause“.
Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres täglichen Handelns. Um dies zu realisieren, ist ein breites Netzwerk an Wissen, klare Strukturen und die Bereitschaft, sich einem fortlaufenden Veränderungsprozess zu stellen, erforderlich. Durch fachliche Kompetenz, Empathie, Wertschätzung und einem respektvollen Umgang wird den Bewohnern/innen eine professionelle fach- und sachgerechte Pflege ermöglicht, die zur Lebensqualität, Zufriedenheit und zum Wohlbefinden beiträgt.
„Pflege mit Herz“ lautet unser Motto, dem wir uns als Gesundheits- und sozialpflegerisches Zentrum der AWO Rhein-Oberberg verpflichtet fühlen. „Selbstverständlich freundlich und fachlich kompetent“ – das ist unser Versprechen an Sie, lächelnd ihr Leben daheim zu erleichtern.
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) setzt sich für die Bereitstellung seniorengerechter Wohnungen ein, die älteren Menschen ein selbstbestimmtes und sicheres Leben ermöglichen. Diese Wohnungen sind barrierefrei gestaltet und bieten zahlreiche unterstützende Funktionen, wie rutschfeste Böden, breite Türen und Aufzüge. Darüber hinaus bietet die AWO soziale Dienstleistungen und Gemeinschaftsaktivitäten an, um die soziale Teilhabe und das Wohlbefinden der Bewohner zu fördern. Mit diesem Angebot trägt die AWO dazu bei, die Lebensqualität von Senioren zu verbessern und ihnen ein würdevolles Altern in einer unterstützenden Gemeinschaft zu ermöglichen.
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Seit April 2020 hat die AWO Rhein-Oberberg die Trägerschaft für das Wegweiser Programm für den Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis übernommen.
Wegweiser ist ein Präventionsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen gegen Islamismus, das Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen und jungen Heranwachsenden in ihren Anfängen verhindern soll.